A - Atemwegserkrankungen

Dieses Gebiet umfasst sowohl die Erkrankungen der oberen Atemwege (z.B. Kehlkopfpfeifen), aber auch der unteren Atemwege (z. B. RAO) sowie seltenere Erkrankungen, wie Luftsackmykosen (Pilzerkrankung der Luftsäcke) oder EMPF (eine fibrotische Lungenerkrankung). Je nach Indikation werden folgende verfügbaren Untersuchungstechniken angewandt:

  • Perkussion
  • Blutgasanalyse
  • Endoskopie der oberen Atemwege einschließlich Luftsäcke
  • Endoskopie der unteren Atemwege (Bronchoskopie)
  • Sinuskopie (Endoskopie der Nebenhöhlen)
  • Probenentnahme aus den Nebenhöhlen
  • Entnahme von Tracheobronchialsekret (Spülprobenentnahme aus der Luftröhre) mit entsprechenden weiterführenden Untersuchungen (Bakteriologie, Mykologie, Virologie, Zytologie)
  • Bronchoalveolarlavage (Spülprobe aus der Tiefe der Lunge) mit entsprechenden weiterführenden Untersuchungen (Bakteriologie, Mykologie, Virologie, Zytologie)
  • Röntgenuntersuchung des Brustraums (Thorax)
  • Ultraschalluntersuchung des Brustraums (Thorax), einschließlich Mittelfell, Brustfell, Lunge und ggf. Herz
  • Thorakozentese (Punktion bei z.B. Thoraxerguss) mit entsprechenden weiterführenden Untersuchungen und Therapie
  • Lungenbiopsie (Gewebeprobenentnahme aus der Lunge)

Nach Diagnosestellung erfolgt die Therapie nach höchstem internationalem Standard. So kann z.B. die Inhalationstherapie auf das jeweilige Pferd und seine Vorgeschichte abgestimmt werden. Darüber hinaus kann in fortgeschrittenen Fällen von RAO (früher auch als COB oder COPD bezeichnet) die Hyperinfusionstherapie angewandt werden. Das Team der Pferdeklinik Altforweiler ist darauf eingerichtet, seltene Lungenerkrankungen, wie z.B. EMPF zu diagnostizieren und zu therapieren.

A - Augenheilkunde

Siehe Ophthalmologie

B - Blut und Immunsystem

Blutentnahmen und die Interpretation der Blutergebnisse stellen wichtige Hilfsmittel bei der Diagnosestellung vieler Erkrankungen dar, von Leistungsminderung, Infektionserkrankung oder Entzündung bis zur Tumorerkrankung.

Neben dem roten Blutbild (Anzahl der roten Blutzellen = Erythrozyten, der Größe und Hämoglobingehalt = Gehalt an Blutfarbstoff) und dem weißen Blutbild (mit Leukozytenzahl und Differentialblutbild) gibt es sehr viele Blutparameter, die – wenn sie verändert sind – auf Probleme in unterschiedlichen Organsystemen hindeuten können. z.B. die Muskelenzyme CK (Creatinkinase) und AST (Aspartataminotransferase) bei Erhöhung auf eine muskuläre Erkrankung (Myopathie) oder Creatinin und Harnstoff bei Erhöhung auf eine Niereninsuffizienz. Neben diesem „Blutbild mit Organprofil“ gibt es aber noch unzählige weitere Untersuchungen die aus dem Blut gemacht werden können: So können verschiedene Infektionserkrankungen mittels weiterführender Untersuchungen (wie z.B. PCR) aus dem Blut nachgewiesen werden. Neben Anaplasmose, Babesiose, EIA (Equine Infektiöse Anämie) können auch EHV-1 (Equines Herpesvirus 1) oder EVA (Equine Viruarteritis) aus dem Blut nachgewiesenwerden.

Auch entzündliche und tumoröse Erkrankungen (z.B. Plasmazelltumor oder Lymphom) können mit Blutbildveränderungen einhergehen. So können auch hier Entzündungsmarker oder Elektrophorese helfen eine Diagnose zu stellen.

C - Chiropraktik

Die Chiropraktik dient der Erhaltung oder Wiederherstellung der physiologischen Funktion aller Gelenke des Körpers mit besonderem Augenmerk auf die Wirbelsäule. Im Vordergrund steht, die neurologisch-biomechanische Integrität zu optimieren, d.h. das bestmögliche Zusammenwirken von Nervensystem und Bewegungsapparat zu ermöglichen. Der Körper wird angeregt, die angeborene Fähigkeit zur Selbstheilung optimal zu nutzen. Ziel einer Behandlung ist ein optimierter Gesundheitszustand des gesamten Körpers. Die Chiropraktik stellt jedoch keinen Ersatz für eine fundierte schulmedizinische Grundversorgung oder eine korrekt durchgeführte Lahmheitsdiagnostik dar, sondern muss im sinnvollen Einklang mit diesen angewandt werden.

C - Chirurgie

In weiterer Bearbeitung

Das Chirurgische Spektrum der Pferdeklinik Altforweiler umfasst alle gängigen Operationen inklusive der Kolikchirurgie.

Abdominalchirurgie Die Abdominal- oder Visceralchirurgie (viscera (lat.); Eingeweide) umfasst die operative Versorgung der Bauch- und Beckeneingeweide, wie Milz, Leber, Harn- und Geschlechtsapparat. Im Vordergrund stehen jedoch die Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts (siehe Kolikchirurgie). Bei eng gestellten Indikationen können auch minimalinvasive chirurgische Methoden (Laparoskopie) angeboten werden.
Allgemeine Chirurgie Neben der Abdominal- und orthopädischen Chirurgie umfasst die Allgemeine Chirurgie alle weiteren weichteilchirurgischen Eingriffe (Wundversorgungen, Tumorentfernung, u.a.).
Arthroskopien Die Arthroskopie (Gelenkspiegelung) ist ein minimalinvasives Verfahren zur Diagnostik und Therapie orthopädischer Funktionsstörungen. Neben diagnostischen Arthroskopien ist hier wahrscheinlich als häufigste Operation die „Chip-OP“ zu nennen, bei der „Gelenksmäuse“ entfernt werden.
Blasensteinentfernung Siehe Abdominalchirurgie
Chip-OP (OCD) Siehe Arthroskopien
Kastration Die Kastration des Hengstes in Allgemeinnarkose ist eine schonende und risikoarme Operationstechnik, welcher im Vergleich zur Kastration am stehenden Patienten der Vorzug zu geben ist, da die Kastrationswunden primär verschlossen werden. Dies gilt im Besonderen für Pferde ab einem Alter von 3 Jahren, um das Risiko eines Darmvorfalls zu minimieren.
Die Kastration in Vollnarkose ist bei sogenannten Kryptorchiden (Klopphengsten) unabdingbar, da der Abstieg eines oder beider Hoden aus der Bauchhöhle in den Hodensack nicht vollständig erfolgt ist. Die Hoden finden sich in diesen Fällen entweder noch in der Leiste oder im Bauchraum.
Kehlkopfchirurgie Siehe Allgemeine Chirurgie
Kolikchirurgie (Abdominalchirurgie) Die Kolikchirurgie wird aufgrund des hohen personellen und technischen Aufwandes nur von wenigen Pferdekliniken angeboten, gleichwohl sie in vielen Fällen die einzige Rettung des Patienten darstellt. Entscheidend über Erfolg oder Misserfolg einer kolikchirurgischen Versorgung sind verschiedene Faktoren; allen voran jedoch die reibungslose Zusammenarbeit zwischen überweisenden Kollegen und der Überweisungsklinik sowie eine schnelle und zielgerichtete Diagnosestellung und Therapieeinleitung.
Dank der hervorragenden Zusammenarbeit mit unseren überweisenden Kollegen und der daraus resultierenden rechtzeitigen Versorgung des Kolikpatienten ist eine hohe Erfolgsquote dieser Therapiemethode möglich geworden. Unterstützt wird dies durch die präzise Diagnostik inklusive Ultraschalluntersuchung des Bauchraums (Abdominalultraschall) vor kolikchirurgischer Behandlung. Die meisten Pferde erreichen nach einer rechtzeitig eingeleiteten Kolikoperation im Laufe von wenigen Wochen wieder die vorherige Leistung und können zum sportlichen Einsatz zurückkehren. Bitte beachten Sie zu diesem Thema auch unser Merkblatt „Kolik – ein gefürchteter Notfall“ und Kolik-OP: Ja oder Nein? – Objektive Betrachtung der Überlebenschancen eines Pferdes nach Kolikoperation.
Osteosynthesen Unter bestimmten Voraussetzungen ist es notwendig und sinnvoll, Frakturen (Knochenbrüche) beim Pferd operativ zu versorgen (z.B. Ulnafrakturen). Ziel ist die Wiederherstellung der physiologischen Achsen- und Gelenksstellung. Hierzu werden geeignete Implantate wie Knochenschrauben oder -platten aus chirurgischem Stahl verwendet. Auch Pferde mit Knochenfehlstellungen oder Gelenkversteifungen (Arthrodesen) können mit Hilfe der Osteosynthese erfolgreich behandelt werden.
Ovariektomie Die Entfernung der Eierstöcke bei der Stute (Ovariektomie) ist z.B. bei tumorösen Veränderungen indiziert. Dies kann am stehenden, sedierten Pferd mittels Laparoskopie (siehe Laparoskopie) erfolgen.
Kryptorchidektomie „Kryptorchismus“ liegt dann vor wenn ein oder beide Hoden des Hengstes nicht vollständig in den Hodensack abgestiegen sind. Je nach Lage unterscheidet man den „Leistenkryptorchismus“ (inguinaler Kryptorchid) vom „Bauchkryptorchismus“ (abdominaler Kryptorchid). Die Entfernung des/der kryptorchiden Hoden(s) kann in Allgemeinanästhesie (siehe Abdominalchirurgie) oder stehend-minimalinvasiv (siehe Laparoskopie) erfolgen.
Laparoskopie Die Laparoskopie (Bauchhöhlenspiegelung) beschreibt die minimalinvasive Untersuchung der Bauchhöhle („Schlüssellochtechnik“). Sie wird zur Entfernung von Eierstocktumoren (Ovariektomie) oder von in der Bauchhöhle gelegenen Hoden (Kryptorchidektomie) angewendet. Weitere Indikationen sind der minimalinvasive Verschluss des Milz-Nieren-Raumes sowie eine Verengung des Leistenkanals. Sowohl die Verlagerung von Dickdarmanteilen in den sog. Milz-Nieren-Raum als auch der Vorfall von Darmanteilen in den Leistenkanal können lebensbedrohliche Koliken auslösen; wobei sich die genannten Operationstechniken dazu eignen, nach der ersten Kolikerkrankung ein Wiederauftreten zu verhindern. Die wesentlichen Vorteile zu herkömmlichen, „offenen“ Verfahrensweisen liegen in einer kurzen Genesungszeit, einer geringen Komplikationsrate sowie in einer hohen Patientensicherheit.
Nageltritt Das Eindringen eines Fremdkörpers durch die Hornsohle in vitale Strukturen des Hufes wird als Nageltritt bezeichnet. Hierbei kann es zu Infektionen und in deren Folge zu umfangreichen Schäden von Strukturen im Inneren des Hufes (Hufgelenk, Hufbein, Strahlbein, Strahlbeinschleimbeutel, tiefe Beugesehne und Hufrollenschleimbeutel) kommen. Auch hier entscheiden eine frühe und exakte Diagnosestellung über den Erfolg der Therapie.
Nasennebenhöhlen Das Pferd besitzt pro Schädelseite sieben Nasennebenhöhlen. Sie stehen untereinander sowie mit den Nasengängen in Verbindung. Bei Erkrankungen dieses feingegliederten Labyrinths kommt es unter Anderem zu Symptomen wie blutigem bis eitrigem Nasenausfluss. Mittlerweile haben sich verschiedene Operationstechniken sowohl von der Außenwelt über Knochenfenster im Schädel als auch über die Nasengänge etabliert.
Hufoperationen Zu unseren regelmäßig durchgeführten Hufoperationen gehören die chirurgische Versorgung von Hornspalten und –klüften, Hornsäulen, komplizierten Hufabszessen mit Beteiligung des Hufbeinknochens sowie Hufbeinsequestern.
Nabelbrüche (Herniorrhaphien) Als Brüche im Sinne der Weichteilchirurgie (sog. Hernien) bezeichnet man Defekte der Körperwände durch die Organe (meist Darmanteile) vorfallen können. Den operativen Verschluss solcher Hernien bezeichnet man als Herniorrhaphie. Wir bieten Ihnen sowohl konventionelle Bruchoperationen als auch minimalinvasive Techniken (laparoskopischer Verschluss des Leistenbruchs); siehe Laparoskopie.
Penisamputationen Amputation der äußeren Geschlechtsorgane nach Diagnose eines Plattenepithelkarzinoms z.B.
Augenoperationen Zu unserem chirurgischen Repertoire gehören auch Eingriffe am Auge. So bieten wir unter anderem die chirurgische Versorgung von Verletzungen der Augenlider, Rekonstruktionen der Tränennasenkanäle, das Einbringen von Augenkathetern sowie die chirurgische Versorgung von einschmelzenden Hornhautgeschwüren (Keratektomie, konjunktivale Transpositionsflaps) an.
Gynäkologische Chirurgie Chirurgische Korrektur einer mangelhaften Konstitution der äußeren Geschlechtsorgane der Stute, die zu chronischen Erkrankungen der Gebärmutter und darauffolgend zu Fruchtbarkeitsstörungen führen kann (Pneumovagina, Urovagina).
Luftsackmykosen Eine Infektion der Luftsäcke durch Pilze wird als Luftsackmykose bezeichnet. Durch einen Übergang der Infektion auf Arterien in der unmittelbaren Luftsackumgebung kann es zu starken, bis hin zu lebensbedrohlichen Blutungen kommen. Nasenbluten ist die Folge. Im Rahmen der operativen Versorgung einer Luftsackmykose werden die zum Luftsack führenden Arterien verschlossen, so dass es im Falle eines Übergreifens der Infektion nicht mehr zum Verbluten des Pferdes kommen kann.
Wundmanagement Eine in der Pferdemedizin gleichermaßen wie in der Humanmedizin herausfordernde Aufgabe ist die Versorgung chronischer, schlecht heilender und infizierter Wunden. Hier gilt es zunächst Ursachen für eine schlechte Wundheilung zu identifizieren und abzustellen. Um im Anschluss bestmögliche Resultate zu erzielen und den Klinikaufenthalt solcher Patienten möglichst kurz zu gestalten sind wir in der Lage solche Wunden einer Vakuumtherapie zu unterziehen. Mittels moderner Technik wird die Wunde einem konstanten Unterdruck ausgesetzt. Hierdurch wird Wundinfektionsflüssigkeit (Eiter) kontinuierlich abtransportiert und Blutgefäße zum schnelleren Wachstum angeregt. Die Folge ist eine schnellere Neubildung der Haut von den Wundrändern aus (Epithelisierung).
Hauttumoren Der häufigste Hauttumor des Pferdes ist das equine Sarkoid. Diese Tumorerkrankung wird in viele Unterformen unterteilt. Je nach vorliegender Form kann die Behandlung konservativ oder chirurgisch erfolgen.
D - Dermatologie

Hauterkrankungen sind häufig schwierig zu diagnostizieren und zu therapieren. Sie äußern sich meist ähnlich, mit den Hauptsymptomen Haarverlust, Krusten, Juckreiz oder auch nässenden Wunden. Eine eingehende dermatologische Untersuchung mit Entnahme von Proben kann entweder bei einem ambulanten oder auch stationären Termin (je nach Aufwand der Untersuchungen) durchgeführt werden. Neben „einfachen“ Hauterkrankungen, wie Pilzinfektionen oder bakteriellen Dermatitiden, können durch langjährige Erfahrung des Teams der Pferdeklinik Altforweiler in diesem Gebiet auch seltenere Erkrankungen, die z.B. im Rahmen systemischer Erkrankungen auftreten können, als Differentialdiagnosen berücksichtigt werden (z. B. equine multisystemic epitheliotrope disease). Gerade bei Autoimmunerkrankungen, wie Pemphigus foliaceus oder Sarkoidose, bedarf es einer langfristigen Zusammenarbeit des Tierbesitzers mit dem behandelnden Tierarzt, da die Pferde auf eine bestimmte Dosierung der Medikamente eingestellt werden müssen.

Die Pferdeklinik Altforweiler bietet unter anderem folgende dermatologische Untersuchungen an:

  • Dermatologische Untersuchung
  • Hautgeschabsel
  • Probennahme für virologische, bakteriologische und mykologische Untersuchung
  • Parasitologische Untersuchung
  • Biopsieentnahme (Entnahme von Gewebeproben)
D - Diätetik

Bei verschiedenen Krankheiten ist es nötig, dass die Patienten nach einem speziellen Fütterungsplan leben müssen. Diese können auf den jeweiligen Patienten und die jeweilige Krankheit abgestimmt erstellt werden. Gerade bei Pferden mit Stoffwechselstörungen (z.B. Equines Metabolisches Syndrom, PPID = Equines Cushing Syndrom) oder auch Organerkrankungen (z.B. Niereninsuffizienz oder Lebererkrankungen) können Diätmaßnahmen lebensrettend sein.

E - Eselerkrankungen

Esel sind keine kleinen Pferde und unterscheiden sich nicht nur in vielerlei anatomischen Merkmalen vom Pferd, sondern auch in den von ihnen gezeigten Symptomen oder Erkrankungen. Gerade in Bezug auf die Verstoffwechslung mancher Medikamente zeigen sie ebenfalls deutliche Unterschiede zum Pferd. Das Wissen um diese Unterschiede macht es dem Team der Pferdeklinik Altforweiler möglich, auch kranke Esel als Patienten optimal zu versorgen.

F - Fohlenerkrankungen

Siehe Neonatologie

F - Fütterungsberatung / Fütterungspläne
G - Gastroenterologie

Dies ist ein sehr umfangreiches Gebiet der Inneren Medizin. Darunter fallen sowohl akute Koliken (bitte beachten Sie unser Merkblatt „Kolik – ein gefürchteter Notfall“) und Durchfallerkrankungen, aber auch chronische Probleme des Darmtraktes, welche mit Kotwasser, Abmagerung oder wiederkehrenden Kolikepisoden einhergehen. Zusätzlich dazu gibt es Erkrankungen der Speiseröhre (Oesophagus) und des Magens. Eine häufige Erkrankung der Speiseröhre ist die Schlundverstopfung. Es gibt jedoch auch verschiedene andere Erkrankungen in diesem Bereich, wie z.B. Oesophagusdivertikel (Ausstülpungen der Speiseröhre), die mittels Oesophagoskopie (endoskopische Untersuchung der Speiseröhre) und/oder Kontrastmittelröntgen diagnostiziert werden können. Im Magen können sich neben Magengeschwüren oder Magendasseln z.B. auch Tumoren finden. Zur Abklärung und Diagnosestellung von Magen-Darm-Erkrankungen werden verschiedenste Untersuchungstechniken eingesetzt, z.B.:

  • Oesophagoskopie (endoskopische Untersuchung der Speiseröhre)
  • Kontrastmittelröntgen
  • Gastroskopie (Magenspiegelung, Endoskopie des Magens)
  • Endoskopie des Anfangsteils des Dünndarms
  • Oraler Glukose Toleranztest (Absorptionstest)
  • Endoskopische Biopsie- (Gewebeproben)entnahme aus dem Magen und/oder Anfangsteil des Dünndarms
  • Entnahme einer Biopsie (Gewebeprobe) aus dem Rektum (Enddarm)
  • Ultraschalluntersuchung des Bauchraums (Abdominalultraschall)
  • Abdominozentese (Bauchpunktion, Gewinnung von Bauchhöhlenflüssigkeit)
  • Zellzahlbestimmung und Bestimmung des Gesamteiweißes in der Bauchhöhlenflüssigkeit sowie zytologische Untersuchung der Bauchhöhlenflüssigkeit (z.B. auf Tumorzellen)
  • Parasitologische Kotuntersuchung
  • Untersuchung auf Bandwürmer mittels Blut- oder Speicheltest
  • Diagnostische Laparoskopie
  • Diagnostische Laparotomie
  • Sichere Interpretation der Untersuchungsergebnisse
G - Gynäkologie/Andrologie

Die Gynäkologie ist die Lehre von der Untersuchung und Behandlung der weiblichen Sexual- und Fortpflanzungsorgane, die Andrologie beschäftigt sich mit dem Hengst. In diesen Fachbereichen bietet die Pferdeklinik Altforweiler unter anderem folgende Leistungen an:

  • Zyklusuntersuchungen zur Bedeckung oder Besamung von Stuten
  • Zuchttauglichkeitsuntersuchungen
  • Probennahme zur bakteriologischen Untersuchung
  • Hysteroskopie (endoskopische Untersuchung der Gebärmutter)
  • Gewebeprobennahme zur histologischen Untersuchung
  • Brunstsynchronisation
  • Besamung
  • Trächtigkeitsuntersuchung
  • Management von Zwillingsträchtigkeiten
  • Trächtigkeitsbetreuung
  • Geburtsüberwachung
  • Geburtshilfe
  • Kaiserschnitt
H - Hepatologie

Die Leber hat im Organismus eine zentrale Stoffwechsel- und Entgiftungsfunktion. Schädigungen können somit vielfältige Ursachen haben. Häufig werden Lebererkrankungen erst spät erkannt, da dieses Organ eine hohe Kompensationsfähigkeit besitzt. Ziel ist es, Lebererkrankungen frühzeitig zu erkennen. Die Pferdeklinik Altforweiler verfügt über das modernste derzeit auf dem Markt befindliche Ultraschallgerät. Im Falle von Veränderungen der Leber im Ultraschall kann von diesen eine Gewebeprobe entnommen werden. Unter anderem werden an der Pferdeklinik Altforweiler folgende Untersuchungen angeboten:

  • Interpretation von Blutbild und biochemischen Parametern
  • Leberfunktionstests
  • Ultraschalluntersuchung der Leber

Leberbiopsie

H - Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Siehe Kardiologie

I - Infektionskrankheiten

Gerade bei Infektionskrankheiten ist es wichtig, diese so schnell wie möglich zu diagnostizieren und die Pferde zu isolieren, um eine Ansteckung anderer Pferde zu verhindern. Beispiele für Infektionskrankheiten sind: Druse, Herpes, EVA (Equine Virus Arteritis), Influenza. Die Pferdeklinik Altforweiler bietet in solchen Fällen folgende Leistungen:

  • Auswahl der geeigneten Proben und Tests sowie sichere Interpretation
  • Weiterführende Untersuchungen, wie z.B. Ultraschalluntersuchungen, Endoskopie, etc.
  • Für Pferde mit infektiösen Erkrankungen stehen Isolationsboxen zur Verfügung.
I - Innere Medizin

Erkrankungen der inneren Organe spielen eine gravierende Rolle beim Pferd, da sie häufig zu Notfällen (wie z.B. Kolik) führen, aber auch deutlich die Leistung eines Pferdes beeinträchtigen können (z.B. Atemwegs- und Herzerkrankungen). Zum Bereich Innere Medizin gehören die Vorbeugung, Diagnostik, Behandlung sowie die Nachsorge von Erkrankungen der inneren Organe, also Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes, der Leber, der Bauchspeicheldrüse, der Nieren und ableitenden Harnwege (Harnleiter, Blase, Harnröhre), des Herz-Kreislauf-Systems sowie des Atmungstraktes (obere und untere Atemwege). Hinzu kommen Erkrankungen des Nervensystems (Neurologie) und der Muskulatur, der Haut (Dermatologie) und des Stoffwechsels. Ein großer Teilbereich der Inneren Medizin sind Infektionskrankheiten und Störungen des Hormonsystems. Nicht zu vergessen sind auch seltenere Erkrankungen des Blutes und des Immunsystems sowie sämtliche Tumorerkrankungen (Onkologie).

I - Intensivmedizin

Viele Erkrankungen sowohl internistischer als auch chirurgischer Natur erfordern eine intensivmedizinische Überwachung und Therapie der Patienten. So hängt das Überleben von post-operativen Kolikpatienten oder auch Pferden mit Durchfall (Colitis) stark von der Intensivtherapie ab. Die klinische Überwachung, aber auch die Überwachung von labordiagnostischen Parametern hat hier größte Bedeutung, um die Therapie sofort an jede Veränderung des Zustandes anpassen zu können. Auch große Blutverluste nach Trauma oder Luftsackmykose müssen häufig intensivmedizinisch, unter anderem mit Bluttransfusionen, versorgt werden. Viele neurologische Erkrankungen und auch Atemwegserkrankungen mit Atemnot müssen engmaschig überwacht werden. Lebensschwache Fohlen und Fohlen mit Sepsis sind meist ebenfalls auf eine intensivmedizinische Behandlung (inkl. Plasmatransfusionen) angewiesen.

Es stehen der Pferdeklinik Altforweiler Plasmareserven für eine sofortige Plasmatransfusion zu Verfügung. Auch für Notfallpatienten welche Bluttransfusionen benötigen stehen geeignete Spenderpferde zur Verfügung.

K - Kardiologie

Die Pferdeklinik Altforweiler bietet neben der Diagnostik auch die Therapie (z.B. Cardioversion) von Herzerkrankungen. Neben der Abklärung von Herzgeräuschen werden auch Arrhythmien (Herzrhythmusstörungen) untersucht. Diese müssen in Verbindung mit der klinischen Symptomatik des Pferdes richtig eingeschätzt und gedeutet werden, denn Pferde leiden häufig an Herzklappeninsuffizienzen und nicht alle führen automatisch zu einer klinisch manifesten Erkrankung. Gerade bei Ankaufsuntersuchung kommt es immer wieder dazu, dass ein Herzgeräusch bei der Untersuchung auffällt. Die Relevanz des Herzgeräusches, ob eine Klappenundichtigkeit vorliegt, welche Klappe betroffen ist und ob der geplante Einsatz des Pferdes mit der Klappeninsuffizienz vereinbar ist kann eine Echocardiographie (Herzultraschalluntersuchung) klären.

Auch Erkrankungen der Gefäße kommen beim Pferd vor. So sind Jugularvenenentzündungen oder Thrombosen der Aorta im Bereich des Beckens klar diagnostizierbar.

In der Pferdeklinik Altforweiler stehen für die Diagnostik von Herzkreislauferkrankungen mit dem Televet EKG und dem Ultraschall MyLab Twice die modernsten Geräte zur Verfügung:

  • EKG (in Ruhe)
  • EKG (24hEKG, auch zur Überwachung von Intensivpatienten)
  • EKG (Belastungs-EKG)
  • Ultraschalluntersuchung des Herzens (Echocardiographie) mit Doppler, etc.

Ultraschalluntersuchung der betroffenen Gefäße

K - Kaufuntersuchungen

Merkblatt für unsere Kunden „Kaufuntersuchung“
Sie möchten ein Pferd kaufen/verkaufen und dafür von unserer Klinik eine „Kaufuntersuchung“ durchführen lassen. Um den Untersuchungsablauf zu optimieren, haben wir uns bemüht in einem Merkblatt Erläuterungen aufzuführen, um Sie als Aufraggeber über wichtige Belange dieser Untersuchung aufzuklären.

Erklärung des Verkäufers
Ein Teil der Informationen einer Kaufuntersuchung, insbesondere Vorkommnisse in der Vergangenheit, kann der Tierarzt nur mit Hilfe des Verkäufers bekommen. Daher sind seine Angaben von hoher Bedeutung. Fehlerhafte, fehlende oder falsche Informationen können dazu führen, dass der untersuchende Tierarzt nicht alle gesundheitlichen Beeinträchtigungen finden kann bzw. Befunde falsch interpretiert. Aus diesem Grund erscheint auch im Untersuchungsprotokoll ein Fragebogen, der vom Verkäufer auszufüllen und zu unterschreiben ist. Nur mit diesen Angaben ist eine korrekte Untersuchung möglich. Der Auftraggeber sollte in eigenem Interesse dafür Sorge tragen, dass dieser Fragebogen zum Zeitpunkt der Untersuchung vorliegt.

Weiteren wichtigen Unterlagen
Zum Beginn der „Kaufuntersuchung“ sollten alle vorhandenen „Papiere“ des zu untersuchenden Pferdes (Abstammungsnachweis des Zuchtverbandes, Equidenpass, FEI-Pass, Impfausweis, etc.) dem untersuchenden Tierarzt vorliegen. Bitte tragen Sie dafür Sorge, diese zur „Kaufuntersuchung“ mitzubringen, oder falls Sie als Auftraggeber in der Rolle des Käufers auftreten, den Verkäufer darauf anzusprechen.

L - Labordiagnostik

Durch ein gut ausgestattetes eigenes Labor sind wir unter anderem in der Lage, Laborwerte für Routineuntersuchungen, vor allem aber im Rahmen von Notfällen, ohne Zeitverzögerung selbst zu erstellen. Im Rahmen von weitergehenden Untersuchungen arbeiten wir mit verschiedenen veterinär- und humanmedizinischen Spezial-Labors im In- und Ausland zusammen, so dass wir Ihnen alle zur Verfügung stehenden Laboruntersuchungen anbieten können.
Zu den gängigen Untersuchungen im eigenen Labor gehören unter anderem:

  • Blutgasanalyse (arteriell, venös)
  • Hämatologie (Hämatokrit, Leukozytenzählung, Totalproteinbestimmung, rotes Blutbild)
  • Immunglobulinbestimmung (IgG) beim Fohlen

Organprofil

L - Leistungsdiagnostik bei Leistungsintoleranz

Bringt ein Pferd nicht die von ihm erwartete oder geforderte Leistung, kann dies viele Gründe haben. Der häufigste Grund sind orthopädische Probleme. Aber auch Atemwegs- und Herzerkrankungen sowie Muskelprobleme können zu Leistungsintoleranz führen.

M - Muskelerkrankungen

Gerade auf dem Gebiet der Muskelerkrankungen gab es in den letzten Jahren große Fortschritte. In die aktuelle Forschung involviert, sind wir diesbezüglich auf dem neuesten Wissensstand. So gibt es einige erbliche Muskelerkrankungen, die zu wiederkehrenden Muskelproblemen, z.B. Kreuzschlägen führen können. Diese gilt es, entweder mittels Gentest oder Muskelbiopsie zu diagnostizieren. Akute Kreuzschläge können unter anderem zu Nierenversagen führen und müssen deshalb schnell und sicher diagnostiziert und intensivmedizinisch behandelt werden. Auch die Aufarbeitung von chronischen Muskelproblemen, die oft mit Muskelabbau und Gangabnormalitäten einhergehen, gehört zu unserem Repertoire.

  • Blutuntersuchungen
  • Submaximaler Exercise Tolerance Test
  • Auswahl der in Frage kommenden Gentests

Muskelbiopsie

N - Neonatologie

Fohlen unterscheiden sich in ihrem Stoffwechsel und auch in ihrem Verhalten noch deutlich von erwachsenen Pferden. Bei der Diagnostik und Therapie sowie beim Einsatz bestimmter Medikamente sind diese Unterschiede zu berücksichtigen. Neben neugeborenen Fohlen, die z.B. lebensschwach sind, oder Fohlen mit Sepsis („Fohlenlähme“), welche eine Intensivtherapie benötigen, kümmern wir uns auch um die Erkrankungen älterer Fohlen, wie z.B. Rhodococcen-Infektionen oder Lawsonia intracellularis Enteritis. Neben internistischen Erkrankungen der Fohlen werden auch alle anderen Problemen , z.B. orthopädische Probleme, wie Achsenfehlstellungen, an der Pferdeklinik Altforweiler operativ versorgt.

N - Neurologie

Erkrankungen des zentralen Nervensystems (Gehirn und Rückenmark) können vielerlei Ursachen haben. So gibt es bakterielle Gehirnhautentzündungen aber auch Viren (z.B. West Nile Virus, Herpes Virus, Borna Virus) oder Parasiten (z.B. Halicephalobus gingivalis) können Nervenausfälle verursachen. Am häufigsten sind traumatische Ursachen, z.B. nach Stürzen. So kann es nach einem Unfall zu einem Schädel-Hirn-Trauma mit Blindheit und anderen Nervenausfällen kommen. Pferde mit Schädel-Hirn-Trauma haben entgegen landläufiger Meinung eine nicht allzu schlechte Prognose. Unter anderem können Quetschungen des Rückenmarks z.B. durch arthrotische Veränderungen der kleinen Gelenke der Halswirbelsäule („Facettengelenke“ zu Ataxie (Gleichgewichtsstörungen) führen. Ataxie ist eines der häufigsten neurologischen Symptome, welches jedoch verschiedenste Ursachen haben kann. Aber auch Probleme im Bereich der peripheren Nerven, z.B. Radialislähmungen, kommen beim Pferd vor. Schluckprobleme können ebenfalls neurologisch bedingt sein und bedürfen einer Abklärung, da lebensbedrohliche Erkrankungen ursächlich sein können. Kopfschiefhaltung oder eine dauerhaft hängende Lippe sind häufig auch Anzeichen eines neurologischen Ausfalls, z.B. Vestibulärsyndrom. So kann eine Verknöcherung des Gelenks zwischen Zungenbein und Schädelknochen (sog. Temporohyoidosteoarthropathy) zu einer sekundären Schädelfraktur führen. Gerade bei Fohlen sind neurologische Symptome oder Krampfanfälle häufig Ausdruck einer schwerwiegenden Infektion (Sepsis). Aber auch angeborene Probleme oder Verschiebungen im Flüssigkeitshaushalt können zu Krampfanfällen führen. Eine intensivmedizinische Versorgung unter anderem mit antikonvulsiver Therapie (Behandlung von Krampfanfällen) ist in diesen Fällen indiziert.

„Headshaking“ als Symptom einer Vielzahl unterschiedlicher Erkrankungen fällt auch in diesen Bereich. Wie bieten die komplette Headshaking Abklärung an und in Fällen von idiopathischem Headshaking unterschiedliche Lösungsansätze (Operation, TENS/PENS).

  • Neurologische Untersuchung mit Provokationstests
  • Blutuntersuchungen
  • Liquorpunktion (sowohl atlanto-okzipital als auch lumbosakral)
  • Röntgenuntersuchung, z.B. Kopf, Halswirbelsäule
  • Myelographie (Kontrastmitteluntersuchung)
  • Ultraschalluntersuchung, z.B. der kleinen Halswirbelsäulengelenke
  • Endoskopische Untersuchung (z.B. Luftsäcke)
  • Sollte eine entsprechende weiterführende Diagnostik nötig sein (z.B. CT, EEG) kann diese in Absprache mit den entsprechenden Einrichtungen organisiert werden.

Injektion von entzündungshemmender Medikamentation in die kleinen Halswirbelsäulengelenke bei Facettengelenksarthrosen

N - Nuklearmedizin = Szintigraphie

Die Szintigraphie ist ein hochsensibles bildgebendes Verfahren, welches am stehenden sedierten Patienten erstellt werden kann. Dabei werden radioaktiv markierte Stoffe (z.B.Technecium Tc99) über eine Injektion in den Körper eingebracht und reichern sich in den zu untersuchenden Bereichen des Organismus an. Im Rahmen der Pferdemedizin wird die Szintigraphie vor allem zur Lokalisation von Entzündungsherden im Bewegungsapparat eingesetzt, welche aufgrund der klassischen Lahmheitsdiagnostik nicht oder nur unsicher diagnostiziert werden können. Dazu zählen vor allem auch Untersuchungen der Wirbelsäule und der rumpfnahen Gliedmaßenabschnitte (z.B. Schulter, Hüfte, Iliosakralgelenke), welche in der klassischen bildgebenden Diagnostik mitunter nur schwer untersuchbar sind.
Mit Hilfe einer Gammakamera kann die ausgesandte Strahlung in ein farb- oder graustufenvisualisiertes Bild (Szintigramm) transformiert werden. Die Strahlenbelastung des Patienten ist dabei zu vernachlässigen. Lediglich frühgravide Stuten sollten einer szintigraphischen Untersuchung nur im Einzelfall unterzogen werden. Ansonsten stellt die Untersuchung ein sensibles, präzises und stressarmes Diagnostikum dar. Hier finden Sie in Kürze unser Merkblatt zur Szintigrafie.

O - Onkologie

Grundsätzlich können alle Organsysteme von Tumoren betroffen sein. Manche treten jedoch häufiger auf als andere. So kann es am Penis zum Wachstum von Plattenepithelkarzinomen kommen, oder es können neoplastische (tumorös entartete) weiße Blutzellen verschiedene Organe, z.B. die Darmwand, infiltrieren (Lymphom).

Neben Tumoren innerer Organe stellen Hauttumoren beim Pferd ein weitverbreitetes Problem dar, z.B. Sarkoide, Plattenepithelkarzinom, Melanome. Hier bietet das Team der Pferdeklinik Altforweiler eine individuell auf das Pferd abgestimmte Therapie an.

  • Auswahl der geeigneten Proben und Tests sowie sichere Interpretation
  • Weiterführende Untersuchungen

Eine Vielzahl von therapeutischen Möglichkeiten (chirurgische Entfernung, lokale Therapie, Chemotherapien, Autovakzinierung usw.)

O - Ophthalmologie

Die Augenheilkunde (Ophthalmologie) ist die Lehre der Erkrankungen und Funktionsstörungen des Sehorgans und des Sehsinnes sowie derer medizinischen Behandlung. Speziell Verletzungen der Cornea oder Infektionen können sich schnell verschlechtern. Tumoröse Veränderungen wie das Plattenepithelkarzinom können im Bereich des äußeren Auges zu schwerwiegenden Veränderungen führen. Erkrankungen der inneren Strukturen des Auges, wie eine Katarakt (Trübung der Linse), ERU (Innere Augenentzündung), Glaukom (erhöhter Augeninnendruck), Retinopathien (Erkrankungen der Netzhaut) können schlimmstenfalls zur Erblindung des Pferdes führen. Eine gewissenhafte Diagnostik ist daher unerlässlich.

Alle gängigen Untersuchungen und Behandlungen am Auge sowie der Augenumgebung sind Teil des Leistungsspektrums der Pferdeklinik Altforweiler. Dazu gehören unter anderem folgende Untersuchungstechniken:

  • Ophthalmologische Untersuchung
  • Ultraschalluntersuchung des Auges
  • Augeninnendruckmessung (Tonometrie mittels Tonopen)
  • Einsetzen eines Spülsystems (subpalpebrales Lavagesystem), z.B. bei schwierigen Patienten, bei denen das Verabreichen von Augenmedikamenten nicht möglich ist, oder Patienten, die aufgrund ihrer Erkrankung eine längere Therapie benötigen. An das Lavagesystem angeschlossen werden können kleine Pumpen, welche eine kontinuierliche Verabreichung von Augenmedikamenten möglich machen
  • Chirurgische Versorgung (z.B. Operationen mittels Konjunktivalflap, Keratektomien, etc.)

In seltenen Spezialfällen arbeiten wir eng mit entsprechenden Augenspezialisten der nahen und fernen Umgebung zusammen, um Ihnen und Ihrem Tier die bestmögliche Versorgung zu ermöglichen.

O - Orthopädie

Die Orthopädie stellt einen Schwerpunkt in der Pferdemedizin dar. Sie befasst sich mit der Diagnose, Behandlung und Prophylaxe angeborener oder erworbener Funktionsstörungen des Bewegungsapparates.

Lahmheitsuntersuchung – orthopädische Diagnostik Grundlage der orthopädischen Diagnostik ist eine gründliche und gezielte Untersuchung des Patienten in Ruhe und Bewegung. Basis für eine korrekte Diagnose ist die Eingrenzung der zur Lahmheit führenden, schmerzhaften Struktur oder Region.
In Fällen, in denen diese Struktur nicht anhand von Entzündungsanzeichen o.Ä. identifiziert werden kann, erfolgt die Eingrenzung mit Hilfe von gezielten, diagnostischen Betäubungen (Leitungs- und Gelenksanästhesien). Nach Eingrenzung erfolgt die bildgebende Untersuchung. Je nach Sinnhaftigkeit kommen Ultraschall, Röntgen oder szintigraphische Verfahren zur Anwendung.
Die Diagnose ergibt sich also aus der zuvor eingegrenzten, schmerzauslösenden Struktur in Kombination mit einem bildgebenden Befund. Die exakte Diagnose ist die Grundlage zur Erstellung eines geeigneten, individuellen Therapieplans: so können wir eine gute und möglichst schnelle Heilung gewährleisten.
Unabhängig von der Ursache gilt, dass eine frühe Vorstellung in Kombination mit einer exakten Diagnostik die Heilungsphase signifikant verkürzt und die Prognose signifikant verbessert.
Bildgebende Verfahren: Ultraschall Zur Ultraschalluntersuchung Ihres Pferdes stehen uns mehrere Ultraschallgeräte zur Verfügung. Das modernste unserer Ultraschallgeräte (Hochleistungsultraschallgerät Esaote My Lab Twice®) ermöglicht Untersuchungen von Sehnen, Bändern, Gelenken, Muskulatur, Sehnenscheiden, Knochen und Gefäßen (inkl. Farbdoppler). Das allbekannte „Fischen im Trüben“ gehört somit der Vergangenheit an.
Bildgebende Verfahren: Röntgen Wir bieten Ihnen hochauflösende, digitale Röntgengeräte (Fa. Gierth) inklusive einer kabellosen Direktübermittlung der Röntgenbilder (DIR-System) und sofortiger Auswertung vor Ort.
Szintigraphie (Nuklearmedizin) Hierbei wird eine radioaktiv markierte Substanz in eine Vene verabreicht. Diese verteilt sich im Organismus und reichert sich am Ort eines erhöhten Stoffwechsels (Entzündung) an. Die Darstellung erfolgt dann mittels einer speziellen Detektorkamera (Gamma-Kamera).
Kontrastmittelstudien Für bestimmte Erkrankungen eignet sich die röntgenanatomische Darstellung der involvierten Strukturen mittels Kontrast. Hierzu wird ein Kontrastmittel in die zu untersuchende Struktur eingebracht und diese im Anschluss mittels Röntgen sichtbar gemacht (z.B. Sehnenscheiden, Gelenke, chronische Wunden, Fisteln, Nageltrittdiagnostik).
Rückenuntersuchung Erkrankungen des Rückens und der Wirbelsäule können die Ursache von Gangunregelmäßigkeiten und Bewegungsstörungen sein. Da das Augenmerk dann häufig zunächst auf die Gliedmaßen gelegt wird, bleiben Sie nicht selten unerkannt. Solche Patienten werden mit dem Vorbericht vorgestellt, dass die Behandlung einer „Scheinlahmheit“ dauerhaft nicht erfolgreich war. Zum anderen können Lahmheiten durch dauerhafte Schon- oder Entlastungshaltungen auch Rückenerkrankungen bedingen.
Aufgrund der komplexen Zusammenhänge im Rahmen von Rücken- und Wirbelsäulenerkrankungen wird von uns häufig ein sog. „multimodales Behandlungskonzept“ gewählt: dieses besteht aus einem individuellen Rückentraining, einem gezielten Einsatz verschiedener Medikamente sowie einer Mobilisierung bzw. Mobilhaltung des Rückens (siehe Chiropraxis und Physiotherapie).
Regenerative Medizin Neben den klassischen Behandlungsansätzen orthopädischer Erkrankungen bieten wir Ihnen und Ihrem Pferd Behandlungsmöglichkeiten an, die unter dem „regenerative Medizin“ zusammengefasst werden. Allen gemein ist eine Laboraufbereitung körpereigener Substanzen (Blutplasma, Serum oder Stammzellen). Die aufbereiteten Produkte werden dann beispielsweise zur Behandlung von Sehnen- und Gelenkserkrankungen herangezogen. Ziel dabei ist eine schnellere Heilung sowie eine bessere Heilungsqualität verglichen mit herkömmlichen Methoden. Hier zu nennen sind die IRAP-, ACP- und PRP-Therapie sowie die Anwendung von Stammzellen.
Stoßwellentherapie Stoßwellen sind fokussierte Ultraschallwellen. Mittels Stoßwellen können unter anderem fortgeschrittene Sehnen- und Bandschäden behandelt werden.
Chiropraktik Auf dem Gebiet der Chiropraktik arbeiten wir mit speziell ausgebildeten externen Partnern zusammen.
Physiotherapie Auf dem Gebiet der Physiotherapie arbeiten wir mit speziell ausgebildeten externen Partnern zusammen.
O - Osteopathie

Der Begriff der ´Osteopathie´ geht auf Andrew Taylor Still zurück und wurde 1885 von ihm geprägt. Die Osteopathie betrachtet den Körper als Funktionseinheit, welche grundsätzlich zur Selbstheilung fähig ist. Die Grundlage des ostopathischen Denkens basiert auf der Annahme, dass alle Körperfunktionen von der optimalen Funktionalität des Gefäß- und Nervensystems abhängig sind, welche wiederum durch Funktionseinschränkungen des Bewegungsapparates negativ beeinflusst werden. Störungen des Bewegungsapparates bedingen also Störungen in der Gefäß- und Nervenversorgung aller Körpergewebe und umgekehrt.
Die optimale Balancierung des muskuloskelettalen Systems soll entsprechende Funktionseinschränkungen der Gefäß- und Nervenversorgung beheben und eine optimale Selbstheilung des Körpers sowie dessen optimalen Gesundheitszustand ermöglichen.
Ebenso wie die Chiropraktik darf die Osteopathie nicht als Ersatz für eine fundierte schulmedizinische Grundversorgung oder eine korrekt durchgeführte Lahmheitsdiagnostik verstanden werden. Lediglich die Kombination beider macht Sinn in der optimalen Versorgung Ihres Patienten.

P - Physiotherapie

Die Physiotherapie dient der Diagnose und Wiederherstellung von Funktions-, Bewegungs- und Aktivitätseinschränkungen des Patienten. Neben manuellen Therapiemöglichkeiten (Lymphdrainage, Chiropraktik, Osteopathie, etc.) können ergänzend natürliche physikalische Reize (Wärme, Kälte, Druck, Strahlung, etc.) eingesetzt werden, um die physiologischen Reaktionen und Bewegungsabläufe des Körpers wiederherzustellen.
Ziel der physiotherapeutischen Behandlungen ist die Wiederherstellung, Erhaltung und Förderung der Körpergesundheit und die Reduktion oder Eliminierung von Schmerzen.
Neben den im eigenen Haus angebotenen Therapiekonzepten arbeiten wir zum Wohl Ihres Pferdes eng mit Rehabilitationseinrichtungen der Umgebung zusammen, um Ihrem Tier die bestmögliche Reha-Therapie zukommen zu lassen.

P - Prophylaxe

Gerne berät Sie das Team der Pferdeklinik Altforweiler um ein erneutes Auftreten einer Erkrankung Ihres Pferdes zu verhindern, hierzu zählt etwa ein passendes Fütterungs- und Haltungsmanagement, Beschlagsoptimierung und ein gewissenhaftes Aufbautraining nach Verletzungen. Aber auch regelmäßige Impfungen, Entwurmungen und Vorsorgeuntersuchungen tragen zur Gesunderhaltung Ihres Pferdes bei.

R - Regenerative Therapien

Artikel in Bearbeitung

ACP, Arthrex® Stichworte: Autologes Conditioniertes Plasma

Die Herstellung des körpereigenen (autologen) Conditionierten Plasmas basiert auf der venösen Blutentnahme des zu behandelnden Patienten mittels einer speziellen Doppelspritze (Fa. Arthrex Bio Systems®) und der biotechnischen Prozessierung nach Maßgaben der Herstellerfirma. Der konkrete Wirkungsmechanismus der Behandlung ist noch nicht vollständig geklärt. Nach Angaben der Fa. Arthrex Bio Systems® kommt es zur Freisetzung und Anreicherung verschiedener Wachstumsfaktoren (PDGF AB & BB, TGF ß1 & ß2, IGF, EGF und VEGF), welche sich im Heilungsprozess verschleißbedingter Gelenkerkrankungen positiv auswirken. Erste klinische Erfahrungen in der Anwendung dieses relativ jungen Therapiekonzeptes sind positiv. Die relativ kurze Herstellungszeit dieses Therapeutikums erlaubt auch die Herstellung während einer arthroskopischen Gelenksdiagnostik in Vollnarkose und wird daher im Rahmen der optimalen Gelenksversorgung gerne im Rahmen der Arthroskopie eingesetzt.

IRAP®, Orthokin®, ACS Stichworte: Interleukin-1, Anti-Interleukin, IL-1Ra (Interleukin-1 Rezeptor Antagonist), IRAP® (Interleukin Rezeptor Antagonisierendes Protein), ACS (Autologes Conditioniertes Serum)

Einer der ursächlichen Hauptfaktoren für schmerzhafte Gelenkserkrankungen ist der körpereigene Botenstoff Interleukin-1. Ziel der IRAP®-Therapie ist es, ein körpereigenes (autologes) Anti-Interleukin als entzündungshemmende Substanz zu nutzen, um das Gelenk zu therapieren.
Ein spezielles biotechnologisches Verfahren regt hierzu die zuvor gewonnenen Blutzellen des Patienten zur Synthese des ´Interleukin Rezeptor Antagonisierenden Proteins´ (IRAP®) an. Das steril aufgearbeitete Serum kann anschließend wiederholt in die betroffenen Gelenke injiziert oder auch in tiefgefrorenem Zustand über einen längeren Zeitraum aufbewahrt werden. Oberflächliche Knorpeldefekte können hierdurch zum Stillstand und ggf. zur Abheilung gebracht werden. Besonders positiv zu vermerken ist die ausgesprochene Verträglichkeit dieser Therapiemethode mit nahezu keinen zu erwartenden Nebenwirkungen.

Osteokin®, PRP (Platelet Rich Plasma) Stichworte: Thrombozyten (Blutplättchen), Thrombozyten-reiches Plasma

Ähnlich der IRAP®-Therapie wird mithilfe eines speziellen biotechnologischen Verfahrens aus dem Blut des Patienten ein autologes (körpereigenes) Substrat hergestellt. Hierin angereichert befinden sich Thrombozyten (Blutplättchen), Wachstumsfaktoren (growth factors) sowie vereinzelte Stammzellen.
Dieses Konzentrat kann in der chirurgischen Versorgung von zystoiden Knochendefekten oder bei der Frakturversorgung verwendet werden. Vor allem jedoch findet es Einsatz in der Behandlung von Sehnendefekten, deren Heilung dadurch sehr positiv beeinflusst wird. Das Ergebnis besteht in einer besseren und beschleunigten Defektheilung. Wie auch bei der autologen IRAP®-Behandlung sind bisher kaum Nebenwirkungen bekannt.

MSC (mesenchymale Stammzellentherapie) Stichworte: Mesenchymale Stammzellen (MSC), Knochenmark, Equine Mesenchymal Stem Cells (EMSC)

Die Grundlage dieses Verfahrens bieten undifferenzierte Zellen (mesenchymalen Stammzellen), die unter sterilen Kautelen dem Knochenmark oder dem Fettgewebe entnommen werden. Diesen sog. pluripotente Zellen wird die Fähigkeit zugeschrieben, sich je nach der Gewebsumgebung, in welche sie verpflanzt werden, zu verschiedenen Zelllinien der Stützgewebe (z.B. Sehnenzellen, Knorpelzellen und Knochenzellen) zu differenzieren. Die Hauptanwendung findet diese Behandlungsmethode bei Bänder- und Sehnendefekten. Die Gewinnung der Stammzellen erfolgt in der Regel aus dem Brustbein oder dem Hüfthöcker des Patienten und wird mittels spezieller Biopsiestanzen durchgeführt. Da dieser Vorgang nach einer präzisen Arbeit verlangt und für das Pferd unangenehm sein kann, kann mitunter eine Kurznarkose notwendig werden. Grundsätzlich ist jedoch auch die Entnahme am stehenden sedierten Patienten möglich. Grundsätzlich sind verschiedene therapeutische Vorgehensweisen möglich;

Unverändertes Knochenmarkspunktat:
Zum einen kann das entnommene Punktat in unverändertem Zustand in den Sehnen- oder Banddefekt injiziert werden. Dabei werden neben den in geringer Menge vorhandenen mesenchymalen Stammzellen auch weitere Bestandteile des Knochenmarks übertragen. Hierzu zählen z.B. Wachstums- und Differenzierungsfaktoren sowie Fibrinogen. Vorteilig ist die direkte Injizierbarkeit des Punktats ohne Zeitverzögerung. Wegen der geringen Stammzellkonzentration des Punktats und sich häufenden Berichten über zeitversetzte Kalzifizierungs- und Metaplasiebildungen in den injizierten Geweben ist die direkte Punktatanwendung jedoch unter Fachleuten umstritten und insgesamt rückläufig.

Aufgearbeitetes Knochenmarkspunktat:
Um der Inhomogenität des nativen Knochenmarkpunkats entgegenzuwirken, kann die Isolation und Anreicherung der mesenchymalen Stammzellen in verschiedenen Speziellabors vorgenommen werden. Diese Aufarbeitung nimmt in der Regel etwa 2-3 Wochen in Anspruch.

R - Reproduktionsmedizin

Siehe Gynäkologie

Die Reproduktionsmedizin beschäftigt sich mit der natürlichen und assistierten Fortpflanzung und ihren Störungen. Die Reproduktionsmedizin umfasst dabei auch die Fachgebiete der Andrologie, Urologie, Gynäkologie und Genetik. Die Betreuung von Einzelpatienten ist ebenso Teil der Reproduktionsmedizin wie die Beratung und Betreuung von Zuchtverbänden und Gestüten.
Im Rahmen der Reproduktionsmedizin bieten wir alle gängigen Untersuchungen und Behandlungen an. Hierzu zählen unter anderem Probennahmen und bakteriologische sowie histologische Untersuchungen, Brunstsynchronisationen, Besamungen, Trächtigkeitsuntersuchungen (manuell und ultrasonographisch), Trächtigkeitsbetreuung sowie alle Facetten der Geburtshilfe.

S - Sportmedizin

Siehe Leistungsdiagnostik

Siehe Regenerative Therapien

Gemäß der Definition des ´Weltverbandes für Sportmedizin´ (FIMS) umfasst die Sportmedizin alle theoretischen und praktischen Aspekte der Medizin, die der Untersuchung des Einflusses von Bewegung und Training bzw. von Bewegungsmangel auf den Körper dienen. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen finden Einfluss in Präventions-, Therapie- und Rehabilitationsprogrammen. Im engeren Verständnis beschäftigt sich die Pferdesportmedizin mit der Erlangung und Erhaltung der Leistungsperformance sportlich genutzter Pferde mit allen im Rahmen der Dopingbestimmungen zugelassenen Therapieansätzen.

S - Stoffwechselerkrankungen

Stoffwechselerkrankungen und hormonelle Erkrankungen sind gerade in der heutigen Zeit mit einer immer älter werdenden Pferdepopulation sehr häufig. So hat fast jeder schon vom Equinen Cushing Syndrom (ECS)gehört, oder wie die Erkrankung richtig heißt, der Pars intermedia Dysfunktion (PPID). Auch das Equine Metabolische Syndrom, welches wie die PPID zu Hufrehe führen kann, gehört in diesen Bereich. Aber auch seltenere Erkrankungen, wie Diabetes mellitus, Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion) oder Hypoparathyreoidismus, treten beim Pferd auf.

  • Auswahl der geeigneten Tests und sichere Interpretation
  • Durchführung von Stimulationstests, wie z.B. TSH-/TRH-Stimulationstest
  • Durchführung von Suppressionstests, wie z.B. Dexamethasonsuppressionstest

Ggf. weiterführende Untersuchungen, wie z.B. Ultraschall der Schilddrüse

T - Tumorerkrankungen
U - Urologie

Vermehrter Harnabsatz (Polyurie) oder vermehrtes Trinken (Polydipsie) können auch beim Pferd auf Nierenprobleme hinweisen. Neben lebensbedrohlichen Erkrankungen, wie akute und chronische Niereninsuffizienz (Nierenversagen) können Veränderungen wie z.B. gestautes Nierenbecken, Tumoren, Nierensteine vorliegen. Die Diagnose kann häufig mittels Ultraschalluntersuchung gestellt werden. Dieses Verfahren erlaubt es auch, angeborene Missbildungen aufzufinden. Neben Steinen können sich Tumoren oder Sedimentablagerungen in der Harnblase befinden, welche mittels Cystoskopie (Endoskopie der Harnblase) diagnostiziert werden können. Blasenentzündungen (Cystitis) oder Entleerungsstörungen können zu Harnabsatzproblemen führen. Aber auch in der Harnröhre kann es gerade beim Wallach zu Problemen kommen, die z.B. mit schmerzhaftem Harnabsatz kleiner Mengen oder auch blutigem Harn einhergehen. In diesen Fällen bietet die Endoskopie eine hervorragende Möglichkeit, nicht nur die Blase, sondern auch die gesamte Harnröhre in Augenschein zu nehmen. Gleichzeitig ist auch die Entnahme von Gewebeproben möglich. Die Pferdeklinik Altforweiler verfügt über folgende Möglichkeiten:

  • Ultraschalluntersuchung des Harnapparats inklusive beider Nieren und Harnblase
  • Katheterisierung der Harnblase
  • Endoskopische Untersuchung der Harnblase (Cystoskopie), der Öffnung der Harnleiter sowie der Harnröhre und der Ausführungsgänge der Geschlechtsdrüsen (beim Hengst)
  • Urinuntersuchung (spezifisches Gewicht, Sediment, etc.)
  • Blutuntersuchung
  • Fraktionierte Exkretion der Elektrolyte
  • GGT/Crea Ratio
  • Nierenbiopsie
  • Endoskopische Biopsieentnahme von eventuell in der Blase sichtbaren Tumoren
  • Kontrastmitteluntersuchung bei Verdacht auf Missbildungen (wie z.B. ektopische Ureter)
Z - Zahnheilkunde

Artikel in Bearbeitung

Die Basis der professionellen Pferdezahnmedizin ist die Untersuchung und Wiederherstellung einer optimalen Okklusion, d.h. einer optimalen Situation jeglichen Kontakts zwischen Ober- und Unterkieferzähnen. Die gesamte Körperbalance und –symmetrie wird durch die Okklusion des Gebisses beeinflusst. Humanmedizinische Studien über das ´Dental Distress Syndrom´ (DDS), die ´Craniomandibuläre Dysfunktion´ (CMD) sowie die ´Dysfunktion des Kiefergelenks´ (TMJ) liefern hierzu fundierte Ergebnisse, welche in Teilen auf die Pferdemedizin übertragen werden können. Daher ist präzises Arbeiten erforderlich. Neben der häufig noch angewandten relativ unspezifischen ´Zahnbehandlung´ mittels grober Zahninstrumentarien setzt sich mehr und mehr die genaue Diagnosestellung mit Hilfe eines Maulhöhlenendoskops und Behandlung mittels professionellem Equipment in Sedierung durch. Eine ausgespülte, gut beleuchtete Maulhöhle ist für eine genaue Diagnosestellung ebenso unerlässlich wie die Beurteilung der extraoralen ´Umgebung´ des Gebisses. Eine schnelle ´Kürzung der Haken´ weil das Pferd nicht mehr ´richtig kauen kann´ entspricht bei weitem nicht mehr den aktuellen Standards der Pferdezahnmedizin und ist längst überholt. Gerne informieren wir Sie über die Möglichkeiten der professionellen Zahnbehandlung in unserem Haus oder bei Ihnen zu Hause.

Neben der Routinezahnbehandlung bietet die Pferdeklinik Altforweiler auch

 

EOTRH + Zahnextraktion am stehenden Pferd (Buccotomie)

 

  • Maulhöhlenuntersuchung
  • Endoskopie der Maulhöhle
  • Endoskopie der Nasengänge und ggf. des Sinussystems

Röntgen des Kopfes und der Zähne